Smart Capacity Planning — vorausschauende Kapazitätsplanung von OptWare

Mehr als PPS Software: Smart Capacity Planning für vorausschauende Kapazitätsplanung

Smart Capacity Planning ist die Anwendung im OptWare Hub für die strategische bis taktische Kapazitäts- und Ressourcenplanung eines Fertigungsbetriebs – von der Bewertung von Investitionen in den Maschinenpark bis zur monats- oder jahresweisen Abstimmung von Produktionsprogrammen und Kapazitäten. Sie gleicht Produktionsprogramme, verfügbare und geplante Kapazitäten, Personal und Maschinenzeiten datenbasiert ab und macht Engpässe sichtbar, bevor sie zu Lieferverzögerungen führen.

Weil Produktionsprogramme dadurch genauer auf tatsächlich verfügbare Kapazitäten abgestimmt werden, sinkt der Bestand an unfertigem Material im Umlauf – bei einem Zulieferunternehmen sank die Kapitalbindung nach Einführung von Smart Capacity Planning um 15 Prozent.

Zielgruppe sind Serienfertiger ebenso wie auftragsbezogene Produzenten mit hoher Variantenvielfalt und vielstufigen Produktionsstrukturen, deren bestehende ERP-Systeme die strategische und taktische Kapazitätsplanung nicht abdecken.

Kapazitätsplanung im Fertigungsbetrieb

Was ist PPS Software?

PPS Software – Software für Produktionsplanung und -steuerung – bildet die Planungs- und Steuerungsprozesse eines Fertigungsbetriebs ab: von der Produktionsprogrammplanung über die Kapazitäts- und Terminplanung bis zur Auftragsfreigabe und -überwachung. Dazu gehören klassischerweise auch die Materialeinsatzplanung und die laufende Auftragsüberwachung. Klassische PPS-Systeme sind meist eng an ERP-Strukturen gekoppelt und decken diese Prozesse als geschlossene Suite ab.

Smart Capacity Planning setzt an einer bestimmten Stelle dieser Kette an: der strategischen bis taktischen Kapazitätsplanung auf Monats- bis Jahresebene. Statt eine vorhandene PPS- oder ERP-Landschaft zu ersetzen, ergänzt Smart Capacity Planning sie um eine Planungsebene, auf der Bedarfe, Kapazitäten und Ressourcen über einen längeren Zeithorizont im Zusammenhang betrachtet werden – dort, wo klassische Systeme häufig nur Einzelwerte liefern, aber keinen Abgleich.

Wie Smart Capacity Planning arbeitet

Smart Capacity Planning verbindet Bedarfsdaten aus dem Vertriebsforecast mit den tatsächlich verfügbaren oder geplanten Kapazitäten aus Maschinen-, Anlagen- und Personalplanung. Auf dieser Basis werden Produktionsprogramme geprüft und in unterschiedlichen Szenarien durchgerechnet – etwa bei schwankender Nachfrage, geänderten Lieferterminen oder Kapazitätsausfällen.

Die Anwendung liest Daten aus bestehenden ERP-Systemen ein und stellt Planer in die Lage, Kapazitätsengpässe auf Monats- oder Jahresebene zu erkennen, bevor sie zu einem Problem in der operativen Planung werden. Anpassungen an Produktionsprogrammen, Schichtmodellen oder Ressourcenzuordnungen lassen sich direkt in der Anwendung simulieren, bevor eine Entscheidung in die operative Feinplanung übergeben wird.

Dabei bleibt die Systemlandschaft unverändert: Smart Capacity Planning greift auf vorhandene Stammdaten zu, statt Bedarfs-, Kapazitäts- oder Ressourcendaten ein zweites Mal zu pflegen. Planer sehen Abweichungen zwischen geplantem Bedarf und verfügbarer Kapazität, sobald sich Bedarfsdaten oder Verfügbarkeiten ändern, und können Gegenmaßnahmen einleiten, bevor ein Produktionsprogramm freigegeben wird.

Wirkung auf OEE und Liefertreue

Kapazitätsengpässe, die erst in der Feinplanung oder auf dem Shopfloor auffallen, führen zu kurzfristigen Umplanungen, Sonderschichten oder Lieferverzug. Smart Capacity Planning verschiebt die Engpasserkennung auf die taktische Planungsebene, sodass Gegenmaßnahmen – zusätzliche Kapazität einplanen, Aufträge verschieben, alternative Ressourcen prüfen – frühzeitig möglich sind.

Dadurch sinkt der Anteil ungeplanter Eingriffe in die laufende Fertigung, während sich die Auslastung vorhandener Kapazitäten gleichmäßiger über den Planungshorizont verteilt. Beides wirkt unmittelbar auf die Overall Equipment Effectiveness (OEE): weniger ungeplante Stillstände durch kurzfristige Umplanung, weniger Leerzeiten durch bessere Vorausplanung der Auslastung.

Mitarbeitende gleichen die Auslastung in der Fertigung aus

Im Durchschnitt erzielen Anwender durch die genauere Kapazitätsplanung eine um 24 Prozent verbesserte Termintreue.

Zusammenspiel mit anderen Anwendungen im OptWare Hub

Smart Capacity Planning sorgt dafür, dass die Kapazität im Produktionssystem bereitsteht, die auf operativer Ebene für die Abarbeitung konkreter Kunden- und Lageraufträge benötigt wird. Von dort übernehmen andere Anwendungen im OptWare Hub die Feinplanung: Smart Production Scheduling plant die tägliche Reihenfolge auf dem Shopfloor und reduziert Rüst- und Durchlaufzeiten, Smart Sequence Planning übernimmt die Planung der taktorientierten Fertigung, und APCO steuert dynamische Anpassungen im laufenden Prozess. Smart Material Planning sichert die Materialverfügbarkeit für die Auftragsplanung, während Smart Material Flow Planning die innerbetrieblichen Transportwege und die Materialbereitstellung plant. So bleibt die Kapazitätsplanung mit der operativen Steuerung verzahnt, ohne dass eine Anwendung die Aufgaben der anderen übernehmen muss. Diese Kombination ist dabei optional: Smart Capacity Planning lässt sich zunächst eigenständig einführen und bei Bedarf später um weitere Module erweitern.

Fachkräfte stimmen die Produktionsplanung über mehrere Anwendungen hinweg ab

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Typische Anwendungsfälle

Produktionsprogramme mittel- und langfristig planen

Bedarfe aus dem Vertriebsforecast werden mit den verfügbaren Kapazitäten abgeglichen, bevor Produktionsprogramme freigegeben werden.

Kapazitätsengpässe frühzeitig erkennen

Kritische Zeiträume, Maschinengruppen oder Ressourcen werden sichtbar, sobald geplanter Bedarf die verfügbare Kapazität übersteigt – nicht erst, wenn Aufträge bereits verzögert sind.

Planungsszenarien simulieren

Alternative Produktionsprogramme, Schichtmodelle oder Kapazitätsverteilungen lassen sich vor der Entscheidung durchspielen – etwa bei Nachfrageschwankungen, saisonalen Schwankungen, geplanten Produktionsunterbrechungen für Vorproduktion oder Veränderungen im Maschinenpark.

Investitionen in den Maschinenpark bewerten

Die Wirkung einer zusätzlichen Maschine, eines neuen Werks oder eines Retrofits auf die verfügbare Kapazität lässt sich vor der Investitionsentscheidung durchrechnen.

Make-or-Buy und Produktallokation planen

Der sinnvolle Umfang der Fertigungsauslagerung und die Verteilung von Produkten auf Werke in einem Produktionsverbund lassen sich unter Berücksichtigung von Fertigungs- und Transportkosten planen.

Liefertermine absichern

Der Abgleich von Kapazität und Nachfrage auf taktischer Ebene reduziert das Risiko, dass Zusagen an Kunden auf einer Kapazität beruhen, die zum Liefertermin gar nicht verfügbar ist.

Ihre Vorteile mit Smart Capacity Planning

  • Bestehende Systeme bleiben bestehen: Smart Capacity Planning liest Daten aus vorhandenen ERP-Systemen ein, statt eine eigene Stammdatenwelt oder einen Systemwechsel zu verlangen.
  • Datendurchgängigkeit statt Tabellen-Chaos: Planer arbeiten mit einer durchgängigen, zentralen Sicht auf Bedarfe, Kapazitäten und Ressourcen, statt Werte aus mehreren Systemen händisch zusammenzuführen.
  • Entscheidungen vor der Umsetzung prüfen: Szenarien für Produktionsprogramme, Schichtmodelle und Kapazitätsverteilungen lassen sich durchrechnen, bevor sie in die Feinplanung übergeben werden.
  • Eigenständig einsetzbar, beliebig kombinierbar: Als eigenständige Anwendung im OptWare Hub lässt sich Smart Capacity Planning einführen, ohne die bestehende ERP-Landschaft anzufassen, und bei Bedarf gezielt mit Smart Production Scheduling, Smart Sequence Planning, Smart Material Planning oder Smart Material Flow Planning zu einem passgenauen Modulbaukasten kombinieren – schneller eingeführt als eine geschlossene APS- oder PPS-Software-Suite.

FAQ zu Smart Capacity Planning

Was ist PPS Software?

PPS Software unterstützt die Produktionsplanung und -steuerung eines Fertigungsbetriebs – von der Produktionsprogrammplanung über die Kapazitäts- und Terminplanung bis zur Auftragsüberwachung.

Was unterscheidet Smart Capacity Planning von klassischer PPS Software?

Klassische PPS- und APS-Software deckt die Planungsprozesse meist als geschlossene Suite ab, die Sie komplett einführen müssen – auch die Teile, die Sie gar nicht brauchen. Smart Capacity Planning übernimmt die Kapazitäts- und Ressourcenplanung als eigenständiges Modul im OptWare Hub und lässt sich gezielt mit anderen Modulen wie Smart Production Scheduling oder Smart Material Planning kombinieren. So entsteht ein Planungsumfang, der über eine einzelne PPS-Komponente hinausgeht, ohne die Startbarrieren einer kompletten PPS- oder APS-Einführung.

Lässt sich Smart Capacity Planning in vorhandene ERP- oder MES-Systeme integrieren?

Ja. Smart Capacity Planning liest Bedarfs-, Kapazitäts-, Ressourcen- und Performance-Daten aus bestehenden ERP-Systemen ein, statt diese zu ersetzen. Aus dem MES fließen dabei vor allem Performance- und Verfügbarkeitsdaten zur tatsächlichen Auslastung ein.

Für welche Unternehmen eignet sich Smart Capacity Planning?

Für Serienfertiger und auftragsbezogene Produzenten mit hoher Variantenvielfalt, vielstufigen Produktionsstrukturen und wechselnden Kapazitätsanforderungen, bei denen die bestehende Systemlandschaft die taktische und strategische Kapazitätsplanung nicht abdeckt.

Ersetzt Smart Capacity Planning die Feinplanung auf dem Shopfloor?

Nein. Smart Capacity Planning stellt sicher, dass die für die operative Feinplanung benötigte Kapazität bereitsteht, und übergibt diese an Anwendungen wie Smart Production Scheduling oder Smart Sequence Planning im OptWare Hub.

Welche Ergebnisse erzielen Kunden mit Smart Capacity Planning?

Bei einem Zulieferunternehmen sank die Kapitalbindung nach Einführung von Smart Capacity Planning um 15 Prozent, und die Termintreue stieg um 24 Prozent, weil Produktionsprogramme genauer auf verfügbare Kapazitäten abgestimmt wurden.

Kapazitätsengpässe sichtbar machen, bevor sie zum Problem werden

Sie müssen nicht erst alle Details klären, um loszulegen: Schildern Sie uns kurz, an welcher Stelle Ihre Kapazitätsplanung an Grenzen stößt, und wir zeigen Ihnen in einem unverbindlichen Analysegespräch, wie Smart Capacity Planning konkret ansetzt.