Funktionsweise: Von der Werkzeugdatenbank zur Standardisierung
Smart Tool Planning baut auf einer Anbindung an bestehende Werkzeugdatenbanken und ERP-Systeme auf – bestehende ERP- oder MES-Landschaften werden dabei nicht abgelöst, sondern über definierte Schnittstellen eingebunden. Auf dieser Datenbasis entsteht ein Dashboard, das die Nutzung und Nutzungshäufigkeit von Werkzeugen auswertet, wahlweise für ein Werk oder über mehrere Werke hinweg. Aus diesen Daten bildet Smart Tool Planning Substitutionsgruppen: Werkzeuge, die sich technisch ersetzen, werden als vergleichbar markiert und zu Standardwerkzeugen zusammengeführt. Auf derselben Datenbasis wird die Werkzeug-Kapazitätsplanung automatisiert und optimiert. Just-in-time-Substitutionen stellen dabei sicher, dass ein Ersatzwerkzeug die geforderte Prozess- und Qualitätsanforderung erfüllt, bevor es eingeplant wird. Perspektivisch sollen KI-Agenten die Anpassung von NC-Sätzen an substituierte Werkzeuge automatisieren, um den heute manuellen Umprogrammierungsaufwand zu reduzieren.
Am Anfang eines Projekts steht dabei nicht die vollständige Werkzeuglandschaft, sondern eine einzelne, klar abgegrenzte Werkzeugklasse an einem Werk. Diese Eingrenzung macht die Datenlage prüfbar, bevor Substitutionsgruppen und Standardwerkzeuge auf weitere Werkzeugklassen und gegebenenfalls weitere Standorte übertragen werden.