Smart Material Planning — Materialplanung Software von OptWare

Materialplanung neu gedacht: Smart Material Planning

Smart Material Planning ist das Modul der OptWare Hub-Plattform für die operative Materialplanung: die laufende Zusammenführung von Beständen, erwarteten Bestandszugängen und Bedarfen aus allen relevanten Systemen zu einer verlässlichen Reichweitenplanung je Artikel.

Es richtet sich an Fertigungssteuerung und Produktionsleitung mit hoher Variantenvielfalt oder mehrstufigen Stücklisten, wo intransparente Datenquellen das tägliche Bild über verfügbares Material erschweren. Statt Bestände manuell zusammenzutragen, liefert Smart Material Planning ein Bestands- und Reichweitenbild, das stündlich oder öfter aktualisiert wird – und spart Fertigungssteuerern dabei mindestens eine Stunde tägliche Arbeitszeit für das reine Datensammeln.

Was ist Materialplanung mit Smart Material Planning?

Materialplanung umfasst die laufende Abstimmung von Bedarfen, Beständen und Zugängen, damit zu jedem Zeitpunkt genug Material für die Produktion von Halbfertig- und Fertigteilen sowie zur Erfüllung der Nachfrage verfügbar ist – ohne unnötig hohe Sicherheitsbestände aufzubauen. Smart Material Planning übernimmt genau diesen Ausschnitt: Es führt Bestände, erwartete Zugänge und Bedarfe aus allen angebundenen Systemen zusammen und berechnet daraus die erwartbare Reichweite je Artikel, inklusive einer Rückmeldeschleife aus der Fertigung, die tatsächliche Ausbeute und statistisch gelernte Gutteil-Quoten je Artikel einbezieht.

Für die Grob- und Kapazitätsplanung oder die Feinplanung von Aufträgen lässt sich Smart Material Planning mit anderen Smart-Planning-Modulen kombinieren, etwa Smart Production Scheduling, Smart Capacity Planning oder Smart Assembly Planning. Es fügt sich dabei in die vorhandene Systemlandschaft ein – insbesondere ERP, Lagerverwaltung und Fertigungsdatenerfassung – statt sie zu ersetzen. Das wirkt sich unmittelbar auf Dauer, Risiko und Kosten des Einführungsprojekts aus.

Planer überwacht die Materialversorgung in der Fertigung

Kernfunktionen

Zusammenführung verteilter Bestandsdaten Smart Material Planning bündelt Bestände, Zugänge und Bedarfe aus ERP, Lagerverwaltungssystemen, Fertigungsdatenerfassung und bei Bedarf weiteren Systemen wie JIT-Anbindungen in einem gemeinsamen Bestands- und Lagebild – wählbar je Datenquelle, damit unterschiedlich zuverlässige Quellen einzeln beurteilt werden können. Das Bild steht stündlich oder öfter aktuell zur Verfügung, Planungshorizont und zeitliche Auflösung lassen sich dabei flexibel einstellen, etwa als Tages-, Wochen- oder Monatssicht.

Reichweitenvorausschau mit Frühwarnung Aus Beständen, erwartbaren Zugängen und Bedarfen berechnet Smart Material Planning, wie lange jeder Artikel verfügbar sein wird und mit welcher Dringlichkeit Lose nachproduziert werden müssen. Statistisch gelernte Gutteil-Quoten je Artikel und die tatsächliche Ausbeute aus der Fertigung fließen laufend ein, sodass Engpässe erkennbar werden, während noch steuernd eingegriffen werden kann. Wird ein neues Produktionslos eingeplant, zeigt sich sofort, wie sich die Teilereichweite dadurch verändert. Smart Material Planning bildet dabei sowohl einstufige als auch mehrstufige Produktionssysteme ab: Bei mehrstufigen Stücklisten übernimmt es die Materialbedarfsrechnung (MRP) über alle Fertigungsstufen hinweg bis zu den Kaufmaterialien.

Automatische Plausibilitätsprüfung Fertigungspläne werden automatisch darauf geprüft, ob sie für jeden Artikel eine konfigurierbare Mindestreichweite sicherstellen, ob zum geplanten Zeitpunkt ausreichend Rohmaterial verfügbar ist und ob genügend Behälter und Lagerplatz für die Produktionsentsorgung bereitstehen.

Reichweitenliste in Smart Material Planning: Bestand, Zugänge und Bedarf je Artikel, Unterdeckung farbig markiert
Reichweitenliste je Artikel: Bestand, Zugänge und Bedarf im Tagesraster
Reichweitenliste in Smart Material Planning mit Materialart, Werk und Bestand je Artikel
Reichweitenliste mit Materialart und Werk, Sortierung nach Reichweite

Wie viel Zeit geht bei Ihnen täglich für das Zusammensuchen von Beständen drauf? Sehen wir uns Ihre Datenquellen gemeinsam an.

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Wirkung auf Effizienz und Liefertreue

Smart Material Planning wirkt auf die Stellschrauben, an denen Materialengpässe typischerweise entstehen: Der Entfall des manuellen Datensammelns spart Fertigungssteuerern mindestens eine Stunde tägliche Arbeitszeit, die stattdessen in die Erstellung durchführbarer Fertigungspläne fließt. Damit steht für jeden Auftrag aus Auftragsvorrat und Planaufträgen rechtzeitig fest, ob genug Material verfügbar ist – die Grundlage für verlässliche Liefertermine.

Weil Engpässe früher erkannt werden, sinkt die Zahl kurzfristiger Ad-hoc-Aktionen, Risikopuffer lassen sich reduzieren und nachgelagerte Schritte wie die Montage laufen stabiler. Gleichzeitig sinkt das Risiko verspäteter Lieferungen durch übersehene Materialengpässe – und damit auch das Risiko von Vertragsstrafen, wie sie in eng getakteten Lieferbeziehungen häufig vereinbart sind.

Materialverfügbarkeit ist dabei nur eine Seite: In Kombination mit der Produktionsplanung macht Smart Material Planning auch Überbestände sichtbar und hilft, Fertig- und Halbfertigbestände sowie gebundenes Umlaufvermögen gezielt zu reduzieren. Wie stark sich das im Einzelfall auswirkt, hängt von Artikelspektrum und Datenlage ab. Für die Serienfertigung lassen sich optional auch Nachfrageprognosen für Planaufträge mit in die Materialplanung mit integrieren, etwa durch das Modul Smart Demand & Inventory Planning.

Mitarbeitende montieren Bauteile in der Fertigung

Typische Anwendungsfälle

Verteilte Bestandsdaten in mehreren Systemen

Bestände und Bedarfe liegen in ERP, mehreren Lagerverwaltungssystemen und der Fertigungsdatenerfassung (z. B. MES) verstreut, verlässliche Gutteil-Quoten fehlen. Smart Material Planning führt diese Datenquellen zu einem gemeinsamen Lagebild zusammen, statt dass Fertigungssteuerer sie manuell abgleichen.

Schwankende Ausbeute und ungeplante Störungen

Schwankende Ausbeute, Unsicherheit bei der Bereitstellung von Rohteilen und ungeplante Produktionsunterbrechungen gefährden die Durchführbarkeit von Fertigungsplänen. Smart Material Planning bezieht die tatsächliche Ausbeute laufend in die Reichweitenplanung ein und macht Unterdeckung sichtbar, bevor sie zum Problem wird.

Variantenreiche Fertigung mit begrenztem Lagerplatz

Ein großes Artikelspektrum lässt keine beliebige Erhöhung der Bestände zu, gleichzeitig sind Rüstkosten bei Wechseln hoch. In Kombination mit Smart Production Scheduling wirkt Smart Material Planning auf Bestände und Reihenfolge gleichzeitig, statt beides getrennt zu betrachten.

Ihre Vorteile mit Smart Material Planning

Smart Material Planning verbindet eine einsatzfertige Lösung mit der Flexibilität, sie einzeln oder in Kombination mit anderen Smart-Planning-Modulen einzusetzen – passend zur bestehenden Systemlandschaft, statt sie zu ersetzen. Das Modul eignet sich für die Fertigung mit hoher Komplexität und Variantenvielfalt, in der begrenzter Lagerplatz und wechselnde Bedarfe eine laufend aktuelle Reichweitenplanung statt einer starren, periodisch gepflegten Bestandsplanung erfordern.

Fertigungssteuerer gewinnen Zeit für die eigentliche Planungsaufgabe zurück, Produktions- und Werksleitung senken das finanzielle Risiko – weniger Vertragsstrafen durch verspätete Lieferungen und weniger gebundenes Kapital in Fertig- und Halbfertigbeständen (WIP).

Mitarbeitende montieren Fahrzeuge in der Fertigung

FAQ

Was ist Materialplanung genau?
Materialplanung stellt sicher, dass zu jedem Zeitpunkt genug Material für die Fertigung verfügbar ist, ohne unnötig hohe Sicherheitsbestände aufzubauen. Dafür werden Bestände, erwartete Zugänge und Bedarfe laufend gegenübergestellt.
Wie unterscheidet sich Smart Material Planning von der Bestandsplanung im ERP?
ERP-Systeme bilden Bestände meist auf Basis geplanter, nicht tatsächlicher Werte ab. Smart Material Planning bezieht zusätzlich die tatsächliche Ausbeute aus der Fertigung und statistisch gelernte Gutteil-Quoten je Artikel ein und aktualisiert das Bestands- und Reichweitenbild stündlich oder öfter.
Ersetzt Smart Material Planning mein ERP-System?
Nein. Smart Material Planning ergänzt bestehende ERP- und Lagerverwaltungssysteme um eine artikelgenaue Reichweitenvorschau, statt sie zu ersetzen.
Wie lange dauert die Einführung von Smart Material Planning?
Die Einführungsdauer hängt vom Umfang der anzubindenden Datenquellen ab. OptWare liefert in der Regel einen ersten MVP binnen weniger Wochen, bevor der operative Einsatz auf weitere Fertigungseinheiten ausgerollt wird.
Für welche Fertigungsart eignet sich Smart Material Planning?
Smart Material Planning ist für die Fertigung mit hoher Komplexität und Variantenvielfalt ausgelegt, insbesondere wenn ein großes Artikelspektrum eine beliebige Erhöhung der Bestände ausschließt. Auch in der Ersatzteilfertigung nach Ende der Serienproduktion eines Produkts wird es erfolgreich eingesetzt.

Materialplanung, die vorausschauend mitdenkt statt nur verwaltet.

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